Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

Metastasen in den Kochen können sehr schmerzhaft sein. Medikamente und Bestrahlung verringern die Schmerzen, doch bei einer hohen Anzahl von Metastasen verschlechtert sich die Lebensqualität der Krebspatienten stark. Die Nuklearmedizin kann diesen Patienten helfen, die Schmerzen deutlich zu vermindern. Die medizinischen Voraussetzungen dafür sind:

  • die Knochenmetastasen sind in einem aktuellen Skelettszintigramm (als mehrspeichernde Herde) sichtbar
  • Lokalisation der Schmerzen im Bereich der Metastasen (ossäre Korrelat)
  • ausreichendes Blutbild, insbesondere Blutplättchen und weiße Blutkörperchen
  • keine frischen Knochenbrüche
  • keine Frakturgefährdung durch die Metastasen (vor allem in der Wirbelsäule)

Ziel: Lebensqualität gewinnen

Die nuklearmedizinische Schmerztherapie nutzt das Radionuklid Samarium-153, denn es passt exakt auf die Oberfläche des in den Knochen wachsenden Tumors – wie Schlüssel und Schloss. Darum dockt das Radionuklid nur hier an und wirkt mit seiner Radioaktivität punktgenau auf die Tumorzelle. So wird der Schmerzauslöser gehemmt. Innerhalb von wenigen Tagen verringern sich die Schmerzen um bis zu 80 Prozent. Vier von fünf Patienten können ihre Schmerzmittel-Dosierung deutlich verringern und gewinnen damit Lebensqualität. Bewegungen sind wieder möglich und Nebenwirkungen der Medikamente nehmen ab.

Gut zu wissen: Die Therapie braucht nur ein einmaliges, ambulant durchgeführtes Einspritzen von Samarium-153 in die Armvene. Drei Stunden später kann der Patient die Radiologie Vechta wieder verlassen. In der ersten Woche muss er einige wenige Hinweise beachten, die seinen Alltag oder den Umgang mit anderen Menschen nicht beeinträchtigen. Die Wirkung der Therapie hält circa vier bis fünf Monate an.