einer der beiden Linearbeschleuniger der Radiologie Vechta

Fast mit Lichtgeschwindigkeit.

In einem Linearbeschleuniger wird Strahlung mit hoher Energie erzeugt, um sie von dort aus punktgenau auf das Tumorgewebe auszurichten. Dieses Gerät gehört zum medizinischen „Hightec“, das extrem sicher und zielgerichtet arbeitet. Denn das Ziel ist, das zu behandelnde Gewebe zu treffen und das umgebende Gewebe zu schonen.

Im Inneren des Linearbeschleunigers laufen komplexe physikalische Vorgänge ab: In einem Hochvakuum-Rohr werden Elektronen (winzige, negativ geladene Teilchen) beschleunigt. Sie erreichen fast Lichtgeschwindigkeit. Durch einen starken Magneten werden sie am Ende des Rohrs umgelenkt und mit Hilfe einer Streufolie für die Bestrahlung oberflächlicher Tumore genutzt. Liegt das zu bestrahlende Gewebe tiefer (z.B. bei Lungenkrebs), werden die beschleunigten Elektronen durch einen Metalltarget abgebremst. Bei dieser abrupten Bremsung wandelt sich die Energie der kleinen Teilchen in Bremsstrahlung – sie werden zu Photonen, die nach ihrem Entdecker auch Röntgenstrahlen genannt werden. Das Besondere: Photonen sind masselos und können darum tiefer in den Körper eindringen.