"Wunderbar gefeiert mit über 200 Gästen"

Festabend zu „100 Jahre Radiologie in Vechta“
Die Radiologie Vechta hatte zuweisende Ärzte, Kollegen aus dem St. Marienhospital, ehemalige Mitstreiter und alle Mitarbeiter der Standorte Vechta, Wildeshausen und Cloppenburg eingeladen – in die „Wunderbar“ in Vechta. Dort wurde bei bewusst lockerer Stimmung zusammen gefeiert.

Dr. med. Andreas Huhnt sprach die begrüßenden Worte. Dabei erinnerte er an die Historie und blickte nach vorn. Er sieht in seinem Fach weiterhin großes Entwicklungspotenzial und sagte mit den Worten des apple-Gründers Steve Jobs, dass das Motto der Radiologie Vechta, „ein bisschen verrückt, aber auch hungrig zu sein“, bleiben müsse. „Bei aller Digitalisierung müssen wir Radiologen aufpassen, nicht reine Bildschirmarbeiter zu werden. Wir wollen den Spagat schaffen zwischen moderner Technik für sichere Diagnosen und persönlicher Zuwendung zum Patienten.“ Anerkennende Worte über die Zusammenarbeit zwischen Klinik und der seit 1998 eigenständigen Praxis „Radiologie Vechta“ sprach Helmut Themann, Geschäftsführer des Hospitals. Dabei betonte er: „Im St. Marienhospital gibt es eine große Solidarität untereinander – besonders mit der Radiologie, die eine der wichtigsten Abteilungen des Hauses ist.“

Stellvertretend für viele ehemalige Mitarbeiter, die auch von weit her angereist waren, sprach Ingrid Mattfeld als ehemalige Mitarbeiterin der Nuklearmedizin. Sie erinnerte an eine außergewöhnliche Kollegin: „Schwester Burcharda verkörperte die Röntgenabteilung wie keine andere und war allgegenwärtig.“ Leider fehlte Schwester Burcharda am Jubiläumsabend wegen einer Erkrankung. Anwesend war Dr. Klaus Peters, der nach 1977 über viele Jahre die radiologische Abteilung des Krankenhauses als Chefarzt prägte (s. Interview).

Der Jubiläumsabend klang unter lautstarkem Jubel aus, denn gemeinsam verfolgte man das 4:2 EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Dr. med. Huhnt resümiert: „Wir wollten eine gute Zeit miteinander verbringen. Kommunikation muss man eben mögen als Radiologe und dafür steht das Team der Radiologie Vechta ganz besonders.“

Wir feiern: 100 Jahre Radiologie in Vechta


1912 wurde im St. Marienhospital das erste Zimmer für radiologische Aufnahmen eingerichtet. Damit war man in Vechta früh dran, schließlich hatte Conrad Röntgen die Röntgen-Technik erst 1895 erfunden.

Der Röntgen-Raum war im ersten Flügelanbau des Krankenhauses angesiedelt, neben der Kapelle. Wenn die Ärzte darin Röntgen-Aufnahmen machten, mussten sie die Leuchtschirme selbst halten. Was heute abenteuerlich anmutet, galt für damalige Verhältnisse als absolut innovativ.

Den nächsten Schritt machte die Radiologie in Vechta 1935: ein Siemens "Pantoskop" wurde installiert – das erste funktionsfähige Durchleuchtungsgerät. 1969 trennte sich in Vechta die "Innere" von der neuen, radiologischen Abteilung. Dort investierte man in weitere Technik: 1971 wurde die erste Mammographie-Anlage, 1978 das erste konventionelle Schichtbild-Gerät, 1992 der erste Computertomograph und bereits 2000 der erste Kernspintomograph in Betrieb genommen.

Heute ist die Radiologie Vechta als medizinisches Versorgungszentrum in Technik und Personal hochspezialisiert. Das Ärzteteam arbeitet eng mit viele Kollegen und zuweisenden Ärzten zusammen. Mit ihnen wird das Jubiläum "100 Jahre Radiologie in Vechta" gut gelaunt gefeiert. Berichte, Fotos und Gespräche zu dem Thema gibt es ausführlich in der nächsten Ausgabe des Magazins "radius10".

  • 1912: erstes Röntgenzimmer im St. Marienhospital Vechta
  • 1935: erste Durchleuchtungsanlage am St. Marienhospital
  • 1969: Trennung der Röntgenabteilung von der Inneren Abteilung, 1. Chefarzt Dr. med. A. Junker
  • 1971: Mammographie
  • 1977: Dr. med. K. Peters leitet die Röntgenabteilung
  • 1977: Angiographie
  • 1978: konventionelles Schichtbildgerät
  • 1988: Digitale Angiographie
  • 1992: Computertomographie
  • 1998: Eröffnung der kassenärztlichen Praxis Radiologie Vechta durch Dr. med. J. Bruns & Dr. med. A. Huhnt
  • 1998: Digitale Durchleuchtung
  • 2000: Kernspintomographie
  • 2000: Computertomographie am St. Franziskus Hospital in Lohne
  • 2002: Praxiseinstieg Prof. Dr. med. Muhle (FA Radiologie & Nuklearmedizin)
  • 2003: digitale konventionelle Radiologie
  • 2003: Eröffnung der Strahlentherapie mit Linearbeschleuniger, Praxiseinstieg Dr. med. C. Stallmann (FA Strahlentherapie)
  • 2005: Praxiseinstieg Dr. med. F. Dürfeld, (FA Radiologie, Schwerpunkt interventionelle Radiologie)
  • 2006: Mammographie-Screening Zentrum Niedersachsen Mitte
  • 2006: Stereotaxie
  • 2008: Praxiseinstieg W. Kacpura (FA Strahlentherapie)
  • 2008: Brachytherapie
  • 2008: Wiedererröffnung der Nuklearmedizin durch Prof. Dr. med. C. Muhle
  • 2008: Radiologie am St. Josefs-Hospital in Cloppenburg (Fr. Dr. med. M. Olliges, FÄ Radiologie)
  • 2009: CT-Radiologie Krankenhaus Johanneum Wildeshausen
  • 2010: 3 T Hochfeld-MRT in Vechta
  • 2011: Praxiseinstieg A. Stukenborg (FA Radiologie & Nuklearmedizin)
  • 2012: Praxiseinstieg Dr. med. J. C. Haller (FA Strahlentherapie)